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25.01.2021, 17:16 Uhr
Anregungen der Vereine zur Halle werden umgesetzt - NEU: Beschluss vom 26.1.21
Fokus der CDU-Fraktion auf Einhaltung des Zeitplans und des Kostenrahmens bestätigt
Die CDU Fraktion zeigt sich erfreut über die positiven Reaktionen der Vereinsvertreter bei der letzten Sitzung des Runden Tisches zum Neubau des Bürgerzentrums. Bei dem Treffen stellte das Planungsbüro gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Kreissl die neuesten Planungsfortschritte vor und nahm Anregungen der anwesenden Vereins- und Parteienvertreter auf.
Das vorgelegte Konzept konnte dabei überzeugen, wodurch wir uns als Fraktion in unserer Linie bestätigt sehen. Alle richtungsweisenden Beschlüsse, welche ursächlich für die Planung sind, wurden unter Beteiligung der CDU gefasst. Aus den Reihen der Vereine gab es den Wunsch, die Küche an die Außenwand des künftigen Gebäudes zu rücken und diese zu vergrößern. Diese Anliegen wurden inzwischen in die Planung eingebunden. Die Fraktionsvorsitzende der CDU Dr. Cornelia Lietz lobt diese Anpassung: „Orientiert am Bedarf der Vereine soll der Neubau eine geräumige Küche mit 31 qm erhalten, die für Anlieferungen bequem von außen erreichbar ist. Das rundet die Raumplanung ab.“ Die Küche soll in einen 63qm großen Mehrzweckraum eingepasst werden, in welchem später mit 20 Personen getagt oder gegessen werden kann.

Unseren Dank richten wir an Bürgermeister Kreissl und den Gemeindevorstand, die alle Inputs des Runden Tisches übersichtlich in Drucksache 75-41/X zusammengestellt haben und jeweils als Entscheidungsgrundlage eine fachliche Bewertung für die Gemeindevertretung ergänzten. Als Fraktion teilen wir das vorrangige Ziel der Vereine, die Inbetriebnahme der Halle Anfang 2024 anzustreben. Deshalb sollten weitere kostentreibende und zeitintensive Umplanungen vermieden werden.
Im Bauausschuss und HFA am 27.1.21 fand die Variante "Küche V1", die BM Kreissl mit den Vereinvertretern abgestimmt hat und unserem Änderungsantrag DS 75-43 weitgehend entspricht, eine breite Zustimmung - siehe Skizze am Ende dieses Artikels.

Dagegen erachten wir das Ansinnen der SPD Fraktion, die Küche direkt an die Halle anzuschließen als schwer umsetzbar, da hierdurch ein als Fluchtweg genutzter Flur abgeschnitten werden würde. Neben einer teuren Anpassung des Fluchtwegenetzes würde der direkte Anschluss der Küche weiterhin Änderungen beim Brandschutz erfordern. Allein die geeigneten feuerfesten Rolltore vor der Verbindung zur Halle verursachen Kosten von ca. 20.000€. Wir werden diesen Punkt des entsprechenden Antrages der SPD (DS 75-42/X) daher ablehnen und stattdessen mobile Theken vorschlagen, wie sie etwa in der Bürgerhalle Eppertshausen Anwendung finden. Neben den Kosten könnte auch Zeit für die Umplanung eingespart werden.     
Durch die vergrößerte Küche wird die angrenzende Mediathek in vertretbarem Maß kleiner. Als CDU Fraktion ist es uns wichtig, dass diese Mediathek zu einem adäquaten Ersatz für die kommunalen Büchereien in den historischen Rathäusern in Seeheim und Jugenheim wird. Durch die Mediathek soll ein modernes Bildungsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde geschaffen werden. Aus diesem Motiv heraus lehnen wir den Plan der SPD ab, einen Teil der Mediathek abzutrennen, um einen weiteren Sitzungsraum zu schaffen. Ebenfalls sprechen wir uns gegen eine angedachte Empore in diesem Bereich der Halle aus, da diese neben Einschränkungen der architektonischen Attraktivität auch eine Anpassung des Brandschutzes durch einen zweiten Rettungsweg erfordert.
Die CDU Fraktion lobt das Raumkonzept für alle übrigen Bereiche des Neubaus. Mit Blick auf die Arbeit der kommunalen Gremien schließen wir uns der Einschätzung des Planers an, wonach zukünftig die Ausschüsse und Gemeindevertretersitzungen auf der Bühne stattfinden sollen. Falls sich ungewöhnlich viele Besucher für eine Gremiensitzung ankündigen, kann hier auch in die östliche Hälfte des Sportraums ausgewichen werden. Eine teure akustische Abtrennung zur anderen Hallenhälfte erscheint uns für diese wenigen Gelegenheiten aber unverhältnismäßig.
Durch das Ende des Mietverhältnisses mit der Sparkasse für das Gebäude am Georg-Kaiser-Platz und den Abriss der alten Halle entfallen zwei Sitzungssäle, beide finden im Raumkonzept des Neubaus einen passenden Ersatz. Der Bedarf an Räumlichkeiten für Sitzungen von Vereinen und Parteien ist also weiterhin umfänglich abgedeckt. Als CDU Fraktion erheben wir keinesfalls den Anspruch, nach Fertigstellung des Bürgerzentrums alle Fraktionssitzungen dort abzuhalten, dies ist auch nicht Bestandteil der aktuellen Beschlusslage. „Der CDU Fraktion stand es immer gut zu Gesicht, auch durch Fraktionssitzungen in den Ortsteilen präsent zu sein. Dort ergaben sich gute Bürgeransprachen und wertvolle Inputs, daran halten wir fest“, meint Gemeindevertreter Marcus Lietsch. „In erster Linie bauen wir ein Zentrum für unsere Bürgerinnen und Bürger, nicht für die örtliche Politik. Das spiegelt sich im Raumkonzept wieder“, ergänzt Dieter Lang als Mitglied des Bauausschusses.
Die CDU Fraktion erwartet zu diesem Thema konstruktive Debatten in der gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und HFA am 26. Januar und ist zuversichtlich, dass hierbei weitere gute Beschlüsse erzielt werden können.  
  
 Beschlossener Planvorschlag mit vergrößerter Küche V1 und Mehrzweckraum (26.1.21)