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18.06.2020, 13:27 Uhr
Vereine erhalten, Gesellschaft fördern / Stellungnahme zu DS 75-29
 Die Fraktion der Grünen erachtet den Bau der neuen Sport- und Kulturhalle als nicht finanzierbar, weshalb es zu erwarten war, dass sie auch den Erhalt des Kellers durch Neubau ablehnen. Auffallend ist hingegen die abstruse Argumentation, mit welcher diese Ablehnung in der oben genannten Drucksache weiterhin gerechtfertigt werden soll.   
Den Platzbedarf der Schießanlage taxieren die Grünen auf 50% des Kellergeschosses. Diese Flächenberechnung für den Schießstand ist unhaltbar! In der Antragsbegründung werden falsche Zahlen gegenübergestellt, indem alle Flur-, Treppenhaus- und Technikflächen bei der Berechnung weggelassen werden, obwohl diese allen Nutzern des Kellers zur Verfügung stehen werden. Für uns entsteht beim Lesen der Drucksache der Eindruck, als diene diese falsche Rechnung der Irreführung der Öffentlichkeit. Zukünftig beansprucht der Schießstand  nach bisherigem Planungsstand lediglich 38 % der Gesamtfläche und dieser Wert kann durch Planungsoptimierung unter 33% verringert werden.
Entwurf Keller Variante C von Loewer u. Partner
Als unhaltbar erachtet die CDU Fraktion zudem den Vorwurf, die Schießanlage würde lediglich durch den Schützenverein genutzt werden. Wir verweisen hier auf die Ausführungen des Sachverständigen für Schießstände beim runden Tisch. Dieser führte aus, dass Polizei und Sicherheitsdienste nach solchen Raumschießanlagen suchen, um ihr Training absolvieren zu können. Das käme unser aller Sicherheit zugute! Weiterhin erinnern wir die Fraktion der Grünen gerne an ihre eigene Anfrage, die DS 264/X, zum Thema Wildschäden. Dort wollten sie vom Gemeindevorstand unteranderem wissen, ob in unserem Gemeindewald die Abschussquoten für Wild erfüllt werden. Einerseits sorgen sie sich um die ausreichende Bejagung in unserem Wald, andererseits möchten sie eine Trainingsstätte für Jäger verhindern, welche einer waidgerechten Jagd entgegenkommt.
Die weiteren Begründungen, welche die Grünen in ihrem Antrag gebrauchen, könnten unpassender kaum sein. Auf subtile Art und Weise rücken sie den Schützenverein Seeheim in die Nähe von schrecklichen Verbrechen.  Die Seeheim- Jugenheimer Schützen haben über 50 Jahre zusammen mit anderen Vereinen unter dem Dach der Sport- und Kulturhalle trainiert, leisten Jugendarbeit und organisieren öffentliche Veranstaltungen. Dieser Traditionsverein hat solche pauschale Vorverurteilungen nicht verdient. Die Methodik der Grünen, Ängste anhand statistischer Einzelfälle zu schüren ist diffamierend und in dieser Form bisher noch von keiner Partei in Seeheim-Jugenheim genutzt worden.

Mit diesem Antrag versuchen die Grünen einen Keil zwischen die Seeheim-Jugenheimer Vereine zu treiben und den Konsens des runden Tisches zu zerstören. Wir sind stolz auf unsere engagierten Vereine, welche sich nicht durch eine solch spalterische Taktik gegeneinander aufbringen lassen! 
Die CDU steht zum Ergebnis des runden Tisches, bei dem der Schützenverein ein integrer Bestandteil des hiesigen Vereinslebens ist und wird deshalb die DS 75-29 ablehnen.